Stefan Törmer
Grzybowo, Kolobrzeg & Zurück | Einsdurchzwölf

Ohne etwas zu suchen ging ich los. Außer der Einsamkeit, die über Strand, Wiese und Wald hing, gab es ohnehin nichts zu finden. 5 Tage lang wurden so meine Spaziergänge nur durch die regelmäßigen Regenschauer und seltenen Begegnungen mit vereinzelten Urlaubern, Ausflüglern oder Lebenskünstlern gelenkt. Aber der Regen verscheuchte niemanden von uns nach Hause. Denn niemand, den ich entlang meiner Wege traf, war hier recht viel mehr zu Hause als ich. Die Menschen verschwanden einfach spurlos – oder tauchten gar nicht erst auf. Selbst die Einheimischen hatten abseits der Hauptsaison nichts vor ihrer Haustür zu suchen. Nicht einmal die Einsamkeit, die nach dem Regen dampfend über den Stränden, Wiesen und Wälder hing.

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