Sebastian Forkarth
Coney Island
In meiner Arbeit, in deren Titel ich auf den Vergnügungspark im New Yorker Stadtteil Brooklyn verweise, greife ich das subjektive Gefühl von Melancholie und Verlorenheit auf, das derlei, vom Verfall bedrohte Orte, für mich umgibt. Anstelle der Beschreibung von konkreten Plätzen oder Situationen steht für mich der Eindruck des Deplatzierten und der Absurdität des Parks als Ganzem im Vordergrund.
Diese Kirmes die für Touristen während der Sommermonate im ostpolnischen Kolobrzeg errichtet wurde wirkt wie eine bunte exotische Insel inmitten der grauen Tristesse eines verlassenen Hinterhofes. Die dargestellten Personen die sich in dieser fremdartig, surrealen Welt befinden bleiben für den Betrachter unbekannt und in ihrer Rolle als Gast oder Betreiber kaum identifizierbar. Dieses Fehlen einer Zuordnung lässt sie eher wie verirrte Statisten denn als bewusster Teil der Szenerie wirken.
